Betreibung von Solaranlagen in St. Peter-Ording.

 
Sie sind hier: Unternehmen / Nachhaltigkeit / Solaranlagen
Sonntag, 26. Mai 2013

Sonne rein Strom raus.

Seit Juli 2009 werden auf dem Dach des sky-Verbrauchermarktes in St. Peter-Ording Solaranlagen betrieben.

Seit Jahrzehnten besteht zwischen der coop eG und Peter-Joachim Herrmann – Projektentwicklung für gewerbliche immobilien (zum Beispiel ist er vermieter des sky-Gebäudes in St. Peter-Ording) – eine gute Geschäftsbeziehung, die geprägt ist von fortschrittlichem Denken und Handeln.

Dieses Jahr wurden Maßnahmen zum Schutz des Klimas getroffen: Auf insgesamt drei von der coop betriebenen Märkten werden moderne Solar-Dachbahnen von der Firma »alwitra« installiert. Nach dem sky-Markt in St. Peter-Ording sollen weitere Anlagen auf den Dächern des plaza Bau- und Gartencenters in Brunsbüttel und des sky-Marktes in Bad Oldesloe folgen, die enbenfalls durch Peter-Joachim Herrmann vermietet werden.

Der erste sky-Verbrauchermarkt mit Solaranlagen steht in St. Peter.Ording.

Lebenswichtige Sonnenenergie.
Als Sonnenenergie bezeichnet man die von der Sonne durch Kernfusion erzeugte Energie, die in Teilen als elektromagnetische Strahlung zur Erde gelangt.

Die Sonnenenergie, die durch die Atmosphäre bis zum Erdboden vordringt, wird dort zum größten Teil in Wärme umgewandelt und sorgt für die Erwärmung der Erde. Ein weiterer Teil der Sonnenstrahlung wird als Lichtenergie von Pflanzen sowie von verschiedenen Algen- und Bakteriengruppen zur Fotosynthese genutzt. Dabei wird die Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt. Diese ermöglicht die Herstellung energiereicher organischer Verbindungen, die den Lebewesen sowohl im Baustoffwechsel für das Wachstum als auch im Energiestoffwechsel für die Gewinnung von Energie dienen.

Die Fotosynthese treibt nahezu alle bestehenden Ökosysteme an, sodass die meisten Organismen, Pflanzen und Tiere sowie die Menschen von der Sonnenenergie abhängig sind. Außerdem beeinflusst sie die Atmosphäre dahingehend, dass sie Luftdruckunterschiede und damit Winde erzeugt und den Wasserkreislauf der Erde antreibt. Ohne Sonnenenergie gäbe es kein Leben auf der Erde.

Vier Wechselrichter wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom für das Stromnetz um.

Nutzung der Sonnenenergie.
Da die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Energiemenge um ein Tausendfaches größer ist als der Energiebedarf der Menschheit, liegt es nahe, diese Energie nutzbar zu machen. Mithilfe der Solartechnik lässt sich die Sonnenenergie auf verschiedene Arten zur Energieversorgung nutzen – zum Beispiel durch Solarzellen, die elektrischen Gleichstrom erzeugen. Dieser Vorgang wird Fotovoltaik genannt.

Die rückstandsfreie, direkte Umwandlung von solarer Strahlungsenergie in elektrischen Strom durch Fotovoltaik-Anlagen erfordert grundsätzlich große Flächen. Besonders großflächige, flachgeneigte Dächer von Industrie- und Gewerbebauten sind für die Anwendung geeignet.

Auf rund 1440 Quadratmetern erzeugen die Fotovoltaik-Anlagen aus Sonnenenergie elektrischen Gleischstrom.

Regenerative Stromerzeugung.
Auf einer Fläche von zirka 1440 Quadratmetern wurde daher auf dem Dach des sky-Marktes in St. Peter-Ording eine Fotovoltaik-Anlage mittels EVALON® Solar-Dachbahnen von der Firma »alwitra« errichtet. In diesen hochwertigen Kunststoffdachbahnen sind flexible und leichte Fotovoltaik-Module integriert. Die Solarzellen enthalten drei Strom erzeugende Siliziumschichten, die zwischen einem positiv geladenen Abgreifgitter (Pluspol) und einer negativ geladenen bedampften Edelstahlfolie (Minuspol) gelagert sind. Durch das übereinanderliegende Schichtsystem ist es möglich, unterschiedliche Wellenlängen des Sonnenlichts einzufangen und das Lichtspektrum optimal zu nutzen. Die Solar-Module sind auf den Bahnen so angeordnet, dass die Dachbahnen lose wie herkömmliche Kunststoffdachbahnen verlegt und dann mechanisch befestigt werden können.

Die Anschlusskabel der einzelnen Module werden dabei verdeckt und witterungsgeschütz unter den Dachbahnen verlegt. Sie führen zu einem Wechselrichter, der den umweltfreundlich produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt und diesen dem öffentlichen Stromnetz (230V, 50Hz) zuführt.

Insgesamt werden in St. Peter-Ording zirka 60 000 Kilowattstunden (kWh) dieses regenerativen Stroms pro Jahr ins Netz eingespeist. Mit einer Energiemenge von einer Kilowattstunde kann man zum Beispiel sieben Stunden lang fernsehen bei einer Geräteleistung von 142 Watt oder 25 Minuten lang staubsaugen bei einer Staubsaugerleistung von 2400 Watt.

Durch diese Anlage werden außerdem CO2-Emissionen von rund 53 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr vermieden. Eine beachtliche Leistung – sonnenklar!

Fotos: Henrik Matzen (5)